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tr5 Ausgabe 09/2008    |    Archiv Kontakt Redaktion   |    Kontakt Anzeigenabteilung tr5
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Wirtschaft
Schlagzeilen

Serie: Der moderne Unternehmer

Bis 34,59% höhere Gaspreise - Friss oder stirb!

In den letzten Tagen hat sich einer der Hauptenergieversorger Niederösterreichs
– EVN - mit einer äußerst attraktiven Information bei den Haushalten eingestellt. Auf einem vierseitigen Informationsblatt wird ein völliger neuer (fast mafioser) Kommunikationsstil mit dem Konsumenten umgesetzt. Eine Preiserhöhung von bis zu
34,59 % des Verbraucherpreises bei Gas wird mit „Preisinformation“ verkauft, für das Barrel Öl wird der Höchstpreis von $ 146,-- angegeben und ein „zur Zeit schwankender Ölpreis“ von € 100,-- pro Barrel.

Wir dürfen informieren: Der Ölpreis pro Barrel lag am 9.10.2008 bei $ 77,38 – also weit unter dem Preis vom 2.1.2008 ($ 90,06 / Barrel)und jedenfalls weit unter dem in der Informationsbroschüre schwankenden Preis von $ 100,--. Sehr wichtig und ein absolut konkreter Hinweis auf die Preiserhöhung von bis zu 34,59 % ist auch die Bekanntgabe:
„Mit 1.11.2008 werden sämtliche Anlagen, die bisher mit den Tariftypen Klassik Spezial oder Optima eco abgerechnet wurden, unter der einheitlichen Produktbezeichnung Optima eco Wasserkraft zusammengefaßt“ – was immer das heißen und bedeuten
mag und welche zusätzlichen Auswirkungen das auf die Konsumenten hat?!

Diese kryptischen Formulierungen führen den Kunden ohnedies noch weiter in die Irre und ist nicht wirklich kontrollierbar was abgerechnet wird. Welcher Unternehmer kann sich eine derart undurchsichtige Gebarung leisten? Auf Seite vier der Information
hat man anscheinend auf weitere Nichts sagende Ausführungen verzichtet und möglichst klein gedruckt mit dem Hinweis „Die EVN ist immer für Sie da.“ und den Kontaktdaten auf die Möglichkeit in Kontakt zu treten hingewiesen. Den Verantwortlichen des Textes,
die ohne auf den wesentlichen Punkt, nämlich der Tatsache, dass sich die Verbraucherpreise für Gas um bis zu 34,59 % erhöhen, einzugehen, die Seiten gefüllt haben und in eleganter Manier versucht haben die Gier der Betreiber nach Mehr zu umschreiben, und den Konsumenten durch eine derartige Behandlung zu Beleidigen
ist noch etwas gelungen – nämlich eine Form der Kommunikation aufleben zu lassen, die an Diktatur und Kommunismus erinnern: In Rotem Feld auf Seite 2 der Information folgender Text:

„Falls sie mit den neuen Energiepreisen (zu ansonsten unveränderten Bedingungen) einverstanden sind, brauchen sie nichts weiter zu tun. Sollten sie mit der Preisänderung
nicht einverstanden sein, können sie dieser schriftlich (Brief, Fax) binnen zwei Wochen widersprechen. Aufgrund rechtlicher Bestimmungen sind wir verpflichtet, sie bereits jetzt darauf hinzuweisen, dass wir im Fall Ihres Widerspruchs den bisherigen Liefervertrag
mit 31.01.2009 leider für beendet erklären müssen.“ Frei übersetzt: „Wenn Du nicht machst was wir wollen, drehen wir ab!“ (mafiose Methoden). Bei dieser Vorgehensweise und Formulierung, die sich wohl nur ein Konzern und Monopolist leisten kann,
drängt sich die Frage auf: “Muss man sich alles gefallen lassen? Sind die Klein- und Mittelbetriebe und Konsumenten, die die Taschen der Konzernmanager füllen wirklich das Letzte? In Anbetracht unseres Engagements für Klein- und Mittelbetriebe in
Kooperation mit der BWKU GmbH stellen wir uns in diesem Zusammenhang auch die Frage, was diese Unternehmen erwartet und wie Preiserhöhungen in dieser Größenordnung die Wirtschaft (den Konsum) ankurbeln sollen, wie diese Energiepreise
auf dem Markt weitergegeben werden können und wie der ohnehin schon bis an die Grenzen des Möglichen ausgebeutete Unternehmer und Konsument in Zukunft überleben kann? Sagen Sie uns Ihre Meinung unter energie@badener.at Wirtschaftstreibende und Privatpersonen sind gleichermaßen aufgefordert Ihre Stimme zu erheben. Bei uns
fällt Nichts unter den Tisch!

 

DER MODERNE UNTERNEHMER
Unter dem Titel „Der moderne Unternehmer“ bringt „Der neue Badener“ in Zusammenarbeit mit „BWKU“ Monat für Monat interessante Themen für
Wirtschaftstreibende. In der nächsten Ausgabe: „Wer nicht wirbt, der stirbt!? “

(Klicken Sie auf den Scheck, wenn Sie sich eine PDF-Version herunterladen möchten)
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